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Höhere Fachprüfung Pflege (HFP) – der neue Bildungsweg

02.09.2020     Elke Steudter      841 Views     0 Kommentare

Die neue Weiterbildung zur Fachexpertin/zum Fachexperten Palliative Care oder Mütter-Väterberatung bietet neue Laufbahnperspektiven. Alles Wichtige dazu finden Sie hier.

 

Foto 1: Lernen und Reflektieren für die Praxis (Quelle: visualhunt.com)

 

Um den hohen Anforderungen und der grossen Verantwortung in der Pflege gerecht zu werden, sind fundiertes Fachwissen und eine reflektierte Praxis unbedingte Voraussetzung. Mit den neuen eidgenössisch anerkannten Bildungsabschlüssen Höhere Fachprüfung Pflege (HFP) wurden die Weichen für eine weiterhin hochwertige Pflege für die kommenden Jahre gestellt. Careum Weiterbildung engagiert sich mit neuen Bildungsangeboten für die HFP.

 

Sich fachspezifisch und praxisorientiert weiterbilden

OdASanté hat in der Zusammenarbeit mit Fachexpertinnen und Fachexperten insgesamt sieben fachspezifische Weiterbildungen entwickelt. In folgenden Bereichen ist eine pflegerische Weiterqualifikation möglich:

  • Palliative Care
  • Onkologiepflege
  • Geriatrische und gerontopsychiatrische Pflege
  • Nephrologiepflege
  • Diabetesfachberatung
  • Mütter- und Väterberatung
  • Psychiatriepflege

Careum Weiterbildung verfügt über jahrelange Erfahrung in den Fachrichtungen Palliative Care sowie in der Mütter-Väterberatung. Ab März 2021 bieten wir neu den Vorbereitungslehrgang zur HFP Palliative Care an.

 

Foto 2: Willkommen am Careum Weiterbildung, Aarau

 

Fachexpertin/Fachexpertin Palliative Care

Als Fachexpertin/Fachexpertin Palliative Care sind Sie für die Pflegeprozesssteuerung und Fallführung in der Grund- und spezialisierten Versorgung im direkten Kontakt mit den schwerkranken und sterbenden Menschen und deren Angehörigen verantwortlich. In fünf Modulen erarbeiten Sie das dazu nötige Fachwissen und werden im Aufbau neuer und in der Vertiefung bestehender Kompetenzen ab März 2021 am Careum Weiterbildung in Aarau begleitet. Der Vorbereitungslehrgang umfasst 900 Lernstunden, die sich aus Präsenz- und Onlineunterricht, selbstangeleitetem Lernen und Tutorials zusammensetzt. Der Aufbau des Vorbereitungslehrgangs lässt sich übersichtlich als Tempelmodell darstellen (vgl. Abb. 1).

 

Abbildung 1: Tempelmodell HFP Palliative Care

 

HFP Mütter-Väterberatung (in Vorbereitung)

Als Mütter- und Väterberater/in mit eidgenössischem Diplom beraten und unterstützen Sie Eltern kompetent, in einer Zeit, für die Entwicklung des Kindes sehr bedeutsamen Zeit. Sie stärken die Eltern und begleiten sie in einer bereichernden, aber auch sehr anspruchsvollen Phase. Die Weiterbildung umfasst 900 Lernstunden, die sich auf fünf Module verteilen.

 

Foto 3: Familien bei der Entwicklung der Kinder unterstützen (Quelle: visualhunt.com)

 

Überblick und Klarheit schaffen

Die Höhere Fachprüfung Pflege ist Teil der Bildungssystematik Pflege (vgl. Abb. 2) und damit schweizweit anerkannt. Nach erfolgreichem Abschluss wird ein eidgenössisches Diplom ausgestellt. Wichtige Details zur Struktur, den Handlungskompetenzen und den Inhalten der Vorbereitungslehrgänge finden sich in den Wegleitungen und den Prüfungsordnungen der jeweiligen Fachrichtung.

 

 

Abbildung 2: Bildungssystematik Pflege Schweiz (OdASantè, 2019)

 

Um die vielen Chancen der beruflichen Entwicklung nutzen zu können, muss die Laufbahn jedoch sorgfältig geplant werden. Wer sich auf diese Reise begibt und sich auf den Lernprozess einlässt, sollte zumindest grob wissen, wohin man möchte und mit welchem Ziel man eine Weiterbildung besucht. Hier können Informationsanlässe eine wichtige Orientierungshilfe bieten.

Zu Beginn einer beruflichen Veränderung sollen sich Pflegende auch über die Motive und die Gründe im Klaren sein, die zum Laufbahnwunsch führen. Diese können unternehmensbezogen oder personenbezogen sein, d. h. zum einen kann der Arbeitgeber an einer beruflichen Weiterentwicklung interessiert sein. Zum anderen kann der Wunsch nach beruflicher Entwicklung in der Person selbst entstehen. Vor allem zu Beginn steht meist eine dieser unterschiedlichen Ebenen im Vordergrund. Im Verlauf sollten sie sich jedoch zunehmend ergänzen (Frerichs et al., 2016). Denn eine Weiterbildung, die nicht von der Gegenseite getragen und unterstützt wird, ist weniger gewinnbringend als das gemeinsame Arbeiten an der Entwicklung und Förderung der beruflichen Kompetenzen. Daher werden die Praxisorte der HFP-Teilnehmenden in die Weiterbildung von Beginn an miteinbezogen und wird mit ihnen vereinbart, dass die Teilnehmenden die angestrebten Kompetenzen der Weiterbildung auch in der Praxis aufbauen, vertiefen und anwenden können.

Eine Laufbahn sollte stets freiwillig eingeschlagen werden, denn in der Regel ist der Lernprozess mit Aufwand (Zeit, Kosten, kognitive Arbeit) verbunden. Dieser Aufwand sollte überwiegend gern betrieben und als Herausforderung und Chance begriffen werden. Folgende Fragen können helfen, Klarheit zu schaffen:

  • Warum möchte ich mich beruflich weiterentwickeln?
  • Welches Ziel verfolge ich mit der angestrebten Bildungsmassnahme?
  • Was verspreche ich mir von der Bildungsmassnahme?

In der Schweiz soll die Weiterbildung von Pflegefachpersonen gefördert und unterstützt werden. Daher ist die Weiterbildung HFP subjektfinanziert ((link einfügenhttps://www.sbfi.admin.ch/sbfi/de/home/bildung/hbb/bundesbeitraege.html)). Dies bedeutet, dass die Hälfte der Modulkosten den Absolventinnen und Absolventen nach der Prüfung auf Antrag rückerstattet wird. Und dies unabhängig davon, ob die Prüfung bestanden wird oder nicht.

 

Wir unterstützen Sie gerne individuell

Ein weiterer Punkt auf dem Weg zur richtigen Weiterbildung ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit, der (Lern-)Biografie sowie mit den individuellen Stärken und Schwächen. Nachdem geklärt ist, aus welchen Motiven, zu welchem Zweck, durch wen initiiert und mit welchen persönlichen Ressourcen und Herausforderungen die Weiterbildung angedacht wurde, gilt es, den richtigen Weg durch den Dschungel der pflegebezogenen Bildungsangebote und den Entwicklungsmöglichkeiten in der Praxis zu finden.

Es erweist sich häufig als sehr hilfreich, sich eine Mentorin oder einen Mentor zu suchen. Eine Person, die fähig ist, die ersten Schritte aufzuzeigen, und mit Rat und Tat motivierend – aber auch regulierend – zur Seite steht. Am Careum Weiterbildung stehen Ihnen in der Vorbereitung auf die Weiterbildung die Laufbahnberaterin Marléne Wächli Schaffner sowie während des Lehrgangs die jeweiligen Programmverantwortlichen und die Dozierenden unterstützend zur Seite.

 

Elke Steudter | Pflegewissenschaftlerin | Careum Weiterbildung Aarau

 

Quellenverzeichnis

Frerichs, F. et al. (2016). Fachlaufbahnen in der Altenpflege. Ein Leitfaden für Entwicklung und Umsetzung. Fachhochschule Vechta.

OdASanté (2019). Bildungssystematik https://www.odasante.ch/bildungssystematik


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