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Weltgesundheitstag 2019

10.04.2019, 0 Kommentare

Gesundheit geht alle an – unabhängig davon, ob es sich um das körperliche oder psychische Wohlbefinden handelt. Neues und Wissenswertes dazu lesen Sie hier.

Von Elke Steudter

Foto: Visualhunt.com Photo on Visual Hunt

Als oberste Hüterin der weltweiten Gesundheit wählt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) alljährlich zum Weltgesundheitstag am 7. April ein Thema, auf das sie ein ganz besonderes Augenmerk richtet. Erstmals seit 1954 erstreckt sich mit «Flächendeckende Gesundheitsversorgung»  ein Thema nun über zwei Jahre. Denn schon 2018 wurde dieses Anliegen von der WHO aufgenommen und als dringendes Problem der weltweiten Gesundheit deklariert. Mit der erneuten Wahl macht die WHO deutlich, dass noch immer ein grosser Bedarf an flächendeckenden Gesundheitsdienstleistungen besteht und dass noch längst nicht alle Menschen uneingeschränkten Zugang zu diesen Leistungen haben. Dies gilt insbesondere für die Länder mit niedrigem Einkommen. Aber nicht nur dort bestehen Versorgungslücken. Auch in den Industrienationen erfahren nicht alle bedürftigen Menschen in ausreichendem Masse Teilhabe an präventiven oder kurativen Gesundheitsangeboten. Gründe dafür sind beispielsweise Sprach- und Sprechschwierigkeiten, soziale Isolation oder körperlich, geistig-kognitive Einschränkungen. Daher gilt auch zukünftig genau darauf zu schauen, ob die Angebote auch tatsächlich die Menschen erreichen und ob sie davon individuell profitieren können.

Psychische Gesundheit bewahren

Nun wissen die meisten Menschen heute recht gut, wie sich die körperliche Gesundheit aufrechterhalten lässt. Ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung, regelmässige Bewegung und angemessener Umgang mit Stress. Aber wie ist das bei der psychischen Gesundheit? Was wirkt dort präventiv und was kann man selbst tun, um möglichst gut mit den Widrigkeiten des beruflichen und privaten Alltags umzugehen und psychisch gesund zu bleiben? Gesundheitsförderung Schweiz informiert dazu in einem übersichtlichen 10-Punkte-Programm. Regelmässig in Erinnerung gerufen, kann es physisch gesunden Menschen helfen, auch geistig im Gleichgewicht zu bleiben.

 

10 Schritte für die psychische Gesundheit im Überblick

  • Aktiv bleiben
  • Neues lernen
  • Nach Hilfe fragen
  • Kreativ sein
  • Sich selbst annehmen
  • Darüber reden
  • Sich beteiligen
  • Sich entspannen
  • Sich nicht aufgeben
  • Mit Freunden in Kontakt bleiben

 

Erste Hilfe für psychische Gesundheit

Erste Hilfe – ein feststehender Begriff für bestimmte Massnahmen, wenn Herz und Kreislauf versagen oder andere schwere körperliche Beschwerden auftreten. Als integraler Bestandteil der Fahrprüfung werden einem grossen Teil der Bevölkerung Grundkenntnisse dazu vermittelt. Wie aber sieht es im Hinblick auf erste Hilfemassnahmen bei Menschen mit psychischen Problemen aus? Dazu haben sich Tony Jorm und Betty Kitchener schon im Jahr 2000 Gedanken gemacht. Die Idee der beiden Australier war und ist, die Erste Hilfe mit dem Programm «Mental Health First Aid» auf die psychische Gesundheit zu übertragen. Inzwischen besteht auch in der Schweiz die Möglichkeit, sich als Ersthelferin und Ersthelfer für psychische Gesundheit ausbilden zu lassen. Entsprechende Kurse werden von der Schweizerischen Stiftung Pro Mente Sana und der Beisheim Stiftung mit dem Programm ensa angeboten.

 

Quellen

ensa (2019). Für psychische Gesundheit: anderen helfen, sich selbst stärken. https://ensa.swiss/de/ (9.4.19)

Gesundheitsförderung Schweiz (2017). 10 Schritte für deine psychische Gesundheit. https://gesundheitsfoerderung.ch/assets/public/documents/de/5-grundlagen/publikationen/bgm/10_Schritte_fuer_deine_psychische_Gesundheit.pdf (9.4.19)

World Health Organization WHO (2019). World Health Day 2019. Campaign Essentials. https://www.who.int/docs/default-source/documents/campaign-essentials-whd19.pdf?sfvrsn=bda11f0f_2 (9.4.19)


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